Eine allmähliche Wiederherstellung der kortikalen Dicke
Frühere Forschungen hatten gezeigt, dass sich einige Hirnregionen nach dem Absetzen von Alkohol erholen können, es blieb jedoch unklar, in welchem Ausmaß und wie schnell diese Erholung erfolgen kann.
Wie das Team um Timothy Durazzo, Psychiater und Verhaltensforscher an der Stanford University, erklärt, „beschränken sich die wenigen Längsschnittstudien, die Veränderungen der kortikalen Dicke während der Abstinenz untersuchen, auf den ersten Monat der Nüchternheit.“ Er präzisiert außerdem, dass „das Ausmaß der regionalen Erholung der kortikalen Dicke über einen längeren Zeitraum der Abstinenz (z. B. mehr als 6 Monate) unbekannt ist.“
Diese Studie liefert daher Erkenntnisse über die Erholungsfähigkeit des Gehirns über den ersten Monat hinaus, was wichtig ist, um die Auswirkungen langfristiger Abstinenz auf die Gehirngesundheit zu verstehen.
Der Einfluss von TUA auf die Struktur und Funktion des Gehirns
Alkoholabhängigkeit betrifft in den Vereinigten Staaten etwa 16 Millionen Menschen und stellt ein bedeutendes Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Das Verständnis dieser komplexen Störung ist essenziell für ihre Behandlung, Prävention und den Abbau der damit verbundenen Stigmatisierung. Die durch chronischen Alkoholkonsum verursachten Veränderungen der Gehirnstruktur und -funktion können den Ausstieg trotz bester Absichten der Betroffenen erschweren.
Beispielsweise kann der präfrontale Cortex, ein Bereich, der an Planung und Entscheidungsfindung beteiligt ist, weniger aktiv werden, was die Fähigkeit von Menschen mit TUA erschwert, Entscheidungen zu treffen, die ihrer Gesundheit zuträglich sind.
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